Fleisch, das Thema Nummer eins – oder das Letzte vor dem Untergang

IMG_5469IMG_3574Nicht mal daran Denken

Viele Menschen essen gerne Fleisch. Aber wenn wir uns ansehen, was die Medien für Horrorgeschichten über die Fleischindustrie in eindrucksvollen Dokumentationen zum Besten geben, verderben sie jedem mündigen Bürger den Geschmack darauf. Mitleid und Abscheu ergreifen einen bei den Bildern, die uns zur besten Sendezeit präsentiert werden.

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Man schwört sich, kein Fleisch mehr zu essen, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen. Was am Ende bleibt, ist eine Ohnmacht, die von den vielen anderen Alltagssorgen verdrängt wird und nur wieder zum Tragen kommt, wenn man im Geschäft vor der Fleischtheke steht und sich der schrecklichen Bilder erinnert. Sich in diesen Momenten auch fragt, wie diese Preise zustande kommen können und ganz genau die Antwort kennt. Die Bilder von misshandelten Tieren vor sich hat und dann bewusst auf Fleisch verzichtet.

Ein Besuch auf einem alternativen Bauernhof kann da Abhilfe schaffen. Tiere zu sehen, die sich sichtlich wohlfühlen und gesund sind, die spielen und ein artgerechtes Leben führen. Eine, wie ich meine, Romantik zu erleben, die man nur noch aus Büchern kennt. Ab dann spielt sich alles in unserem Kopf ab. Kaufe ich dieses Fleisch zu einem Preis, der mit dem allgemeinen Discountpreis nichts mehr zu tun hat? Gönne ich mir das einfach nur noch ein- bis zweimal die Woche und helfe so den Menschen, die sich die Zeit nehmen, ein solches Naturprodukt mit viel Liebe für das Tier und deren Nahrung zu erzeugen? Mein Gewissen spielt da eine nicht unwesentliche Rolle. Die Gesundheit für mich und meine Familie, die uns durch diese Nahrungsmittel widerfährt, wiegt alles andere auf. Wenn ich dann noch meine Einstellung, meine Freude, Gesundheit, das Fehlen von Allergien in meine nähere Umgebung trage und dadurch andere überzeuge, habe ich mehr getan als all die vielen Schwätzer, die nur an ihren Geldbeutel denken.

2012-09-02 16.05.28 Verständnis für Bedürfnisse

Jeder erinnert sich an das wunderbare Essen, welches er früher zu Hause bekommen hat. Leider nähern wir uns einem Bereich, an dem das gute Essen von früher, das schlechte von heute ist. Soweit darf es nicht kommen. Wenn sich keiner mehr an das Gute erinnert, wird das Schlechte als gut gefeiert, aber keiner denkt darüber nach. Das Wissen der vergangenen Generationen darf nicht aussterben. Es ist mehr als unsere Pflicht, das Selbige zu bewahren und zu praktizieren. Heutiger Wissensstand gepaart mit den Erfahrungen der Alten, intelligent angewendet, lässt uns die Zukunft in einem Licht freudiger Erwartung erscheinen, vor der keiner Angst zu haben braucht. Je mehr Menschen eine Richtung vorgeben, die in vielen Augen als zukunftsorientiert erscheint, desto einfacher der Weg bis zum erklärten Ziel. Durch Überzeugung geschaffene Mündigkeit kommt der Gesellschaft im Ganzen zu gute.

Geistiges, nicht kommerziell-industrielles Wachstum ist angesagt. Über welche Themen unterhalten sich die Menschen? Diese einfache Hippgesellschaft, neuestes Handy, neues Auto, neuer PC, immer im Trend der Zeit, schnell reagieren auf den neuesten Schmarrn.

IMG_2537Der Friese, Stolz und Kraft

Was ich nicht möchte, ist das Suggerieren eines Lebens, welches romantisch verklärt und dadurch auch einfach ist und sich so liest. Das genaue Gegenteil ist der Fall. So zu leben wie oben beschrieben, ist am Anfang sicherlich unsagbar schwieriger als das Leben, welches wir im Moment führen. Das fängt schon mit dem Denken an.

Denn jetzt muss eine ganz neue Einstellung gefunden werden. Das Schwierige ist dann aber die Umsetzung, die uns zu schaffen machen wird. Ganz zu schweigen von den ewigen Mahnern, die uns allen Ernstes erzählen möchten, dass wir uns nicht so ernähren und Technik nicht so einsetzen können, dass sie uns dienlich aber nicht umweltzerstörend benutzt wird. Soziales Zusammenleben nicht so organisiert werden kann, dass der Staat im eigentlichen Sinne nicht mehr gebraucht wird.

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5 responses to “Fleisch, das Thema Nummer eins – oder das Letzte vor dem Untergang”

  1. franzianna says :

    Der Artikel gefällt uns sehr, da wir uns mit dem gleichen Thema zurzeit beschäftigen.
    Wir finden es sollten eindeutig mehr Bilder gezeigt werden, die die Menschen nicht nur aufklären, sondern auch abschrecken.
    Dies sollte dazu führen, dass sich die Menschen mehr Gedanken über die Herkunft der Lebensmitteln machen.
    Des Weiteren finden wir, dass es wichtig ist, Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung weiterzugeben.

    Auf jeden Fall ein sehr interessanter Blog, den wir weiter verfolgen werden.

    Liebe Grüße

    franzianna

    • thomasfahr says :

      Vielen Dank für den Kommentar, ja ihr habt vollkommen Recht.Leider muss man immer wieder feststellen die Menschen sind einfach noch nicht bereit sich voll darauf einzulassen. Die Mahner wie wir müssen ihre Stimme erheben und in die Welt schreien.
      Nochmals Danke

  2. sosolovestheplanet says :

    gut, dass du darauf aufmerksam machst. die meisten leute verschließen leider viel zu oft die augen vor so unangenehmen dingen wie der tatsache, dass für ihren gaumenschmaus tiere schrecklich leiden mussten. Ein lebensmittelskandal hier und da weckt interesse- aber viel zu kurzzeitig.

    • thomasfahr says :

      wenn wir gemeinsam und stetig Aufmerksam machen, die Lebensmittelskandale nutzen, dann und nur dann kann etwas erreicht werden. Manchmal frage ich mich wo sind die Menschen, die gegen industrielle Tierzucht zu Felde ziehen. Sitzen sie nur an den Stammtischen??? Wo bleibt der gemeinsame Schrei nach Gerechtigkeit. Wenn jeder nur das machen würde was er im Geheimen denkt würde es wahrscheinlich schon einen guten Anfang geben, der von der Gesellschaft auch zu bemerken wäre. In diesem Sinne, weiterhin Aufklären, nicht verzagen. Klären wir jeden den wir kenne auch gegen seine Willen auf.

      • sosolovestheplanet says :

        dass die meisten menschen gegenüber themen, die sie nicht direkt betreffen, eher passiv eingestellt sind, ist kein geheimnis mehr. trotzdem würde ich mit der idee aufpassen, sie auch gegen ihren willen aufzuklären. man muss stetig an die öffentlichkeit gehen, aber: man darf die leute weder überfordern noch überrennen, denn dann schalten sie ab und die ganze aufklärungsarbeit war umsonst. oder wie siehst du das?

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