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Bienen ganz Urban

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Bienen ganz Urban
Bienen sind eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Diese und andere Phrasen werden von selbsternannten Rettern einem breiten Publikum in einer Weise dargebracht, welche an verlogener Dreistigkeit seines gleichen sucht.
Unser Speiseplan würde um einiges ärmer aussehen, wenn es die kleinen Helfer
tatsächlich nicht mehr geben würde. Viele der heutigen Lebensmittel könnten nur noch zu utopischen Preisen verkauft werden, sowie Vitamine und gesundes Essen, welches wir dann auf einmal schätzen und einfordern würden. Leider für den Normalverdiener nicht mehr bezahlbar. Soweit gehe ich ja mit einigen Abstrichen noch mit.
Ja, um die Biene ist es nicht gut bestellt. Pestizide zeigen auf die kleinen Kerle eine verheerende Wirkung, Monokulturen machen die tägliche Nahrungssuche zur Qual, das wechselnde Umsetzen der Stöcke zur Versorgung industrieller Agrarbetriebe kann als Tierquälerei bezeichnet werden. Sicherlich ist die eingeschleppte Varroamilbe in einem nicht zu unterschätzenden Maße mit Schuld am Bienensterben. Mit der Milbe jedoch kann der gut ausgebildete Imker umgehen und sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln
unschädlich machen.
Wie sieht es aber mit den doch meist verschwiegenen Pestiziden aus? Solange die Chemieriesen sich an den Forschungen beteiligen, kann von einer neutralen Meinung nicht ausgegangen werden.

Dies und vieles mehr spiegelt das harte Leben der Bienen
wider, sie haben eben noch keine Lobby.

Was tun?
Auf jede Frage gibt es eine Antwort. Der Geschäftsmann sucht und siehe da: Biene geht es schlecht, klein und nett anzuschauen, Gefühle wecken, schlechtes Gewissen einreden, Unterstützung heucheln, Hilfestellung anbieten, Gewissen beruhigen, Honig verkaufen, Geld einstreichen. So denkt der Geschäftsmann, baut seine Geschichte darum, verkauft sie gut, macht seine Rechnung und die geht auf.

Die Erfindung der urbanen Biene – eine wirklich grandiose Idee!
Kann denn eine Urbanisierung der Bienen eine Alternative sein, wie uns einige windige Geschäftemacher, unseren Intellekt unterschätzend, durch Szenarien des Mitgefühls für die ach so armen Bienen weismachen wollen?

Meiner Meinung nach suchen sich diese Menschen einfach ein Thema gerade in dem doch so emotionalen Markt.

Salopp gesagt:
Gequälte Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, bieten eine gute Geschäftsgrundlage für den geübten Geschäftsmann.
Das Ausnutzen besorgter Bürger, falsche Beweggründe, dem emotional geschädigten Bildungsbürger wohl verpackt dargeboten, aufgepasst, ich biete dir eine Gelegenheit, Gutes zu tun.

Dein Gewissen entlastet, wohlgemeint etwas für die Rettung der Art
unbeschreiblich Gutes getan zu haben, der Wicht im Hintergrund, sich grinsend die Hände reibend, wie einfach es doch ist, selbst Managern bei solchen Themen das Geld aus der Tasche zu locken.
Hier geht es mitnichten um die Verteufelung der Urbanisierung der Bienen, sondern um das Wie und insbesondere um die menschenverdummende Philosophie der Vermarktung.

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