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Wenn der Frischling mit dem Spargel tanzt

Schon Heute blicken wir mit Wehmut auf die Spargel-zeit zurück. durch die späte Spargel-zeit können wir aber noch einmal richtig zulangen. Ein Besuch der jetzt verweisten Spargelfelder bringt uns die Erlösung. Unter dem sprießenden Spargelkraut finden sich nun viele grüne Spitzen die in ihrer Unbekümmertheit geradezu auf uns warten. Geschmacklich nicht zu vergleichen mit dem Spargel den wir kennen. Ein unvergleichlich starker Spargelgeschmack fegt über uns dahin, schon beim braten in der Pfanne überzeugt er auf das Vortrefflichste. Ich kann jedem nur empfehlen sich mit einem Messer zu bewaffnen und den Geschmackskanonen auf den Feldern den sprichwörtlichen Kopf abzuschneiden.

Grüner Spargel auf Spätsommerfeld

Grüner Spargel auf Spätsommerfeld

Frischer grüner Spargel muss nicht geschält werden, was an sich schon mal gut ist. Einfach hinten die Letzten zwei  cm abschneiden und den Restspargel in drei Teile schneiden. Den vom Wilderer unseres Vertrauens besorgte Frischlingsrüchen aus dem Knochen lösen und die silberhaltig abziehen. Wir halbieren den Rücken und Braten ihn scharf an, packen ihn in Alufolie und lassen sie ruhen bis wir den Spargel anrichten. In diesem Zustand kann sich der Saft wieder im Fleisch verteilen, der feine zarte Wildgeruch verteilt sich schon jetzt im ganzen Raum,lässt unsere Sinne schon ahnen, welch unvergleichlicher Genuss uns in Kürze erwartet.

Olivenöl, aber reichlich, in eine Pfanne geben, eine geschälte Knoblauchzehe, Schalotten in kleinen Würfeln glasig werden lassen. Gläschen Weißwein trinken um bei Kräften zu bleiben.

In der Zwischenzeit haben wir einer Tomate die Haut abgezogen, entfernen das Gehäuse und schneiden sie in kleine Würfel. In die Pfanne mit den Schalotten geben wir den Spargel, braten in kurz an und geben die Tomatenwürfel hinzu. Alles mit Flor de sel und Pfeffermühle würzen, noch einmal durchschwenken und schön auf einem Teller anrichten.

Den Rücken auspacken und stilvoll auf dem Spargel anrichten mit Flor de sel würzen. Dazu einen kühlen, aber bitte nicht zu kalten Saumur ins Glas rollen lassen.

Fleisch, das Thema Nummer eins – oder das Letzte vor dem Untergang

IMG_5469IMG_3574Nicht mal daran Denken

Viele Menschen essen gerne Fleisch. Aber wenn wir uns ansehen, was die Medien für Horrorgeschichten über die Fleischindustrie in eindrucksvollen Dokumentationen zum Besten geben, verderben sie jedem mündigen Bürger den Geschmack darauf. Mitleid und Abscheu ergreifen einen bei den Bildern, die uns zur besten Sendezeit präsentiert werden.

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Man schwört sich, kein Fleisch mehr zu essen, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen. Was am Ende bleibt, ist eine Ohnmacht, die von den vielen anderen Alltagssorgen verdrängt wird und nur wieder zum Tragen kommt, wenn man im Geschäft vor der Fleischtheke steht und sich der schrecklichen Bilder erinnert. Sich in diesen Momenten auch fragt, wie diese Preise zustande kommen können und ganz genau die Antwort kennt. Die Bilder von misshandelten Tieren vor sich hat und dann bewusst auf Fleisch verzichtet.

Ein Besuch auf einem alternativen Bauernhof kann da Abhilfe schaffen. Tiere zu sehen, die sich sichtlich wohlfühlen und gesund sind, die spielen und ein artgerechtes Leben führen. Eine, wie ich meine, Romantik zu erleben, die man nur noch aus Büchern kennt. Ab dann spielt sich alles in unserem Kopf ab. Kaufe ich dieses Fleisch zu einem Preis, der mit dem allgemeinen Discountpreis nichts mehr zu tun hat? Gönne ich mir das einfach nur noch ein- bis zweimal die Woche und helfe so den Menschen, die sich die Zeit nehmen, ein solches Naturprodukt mit viel Liebe für das Tier und deren Nahrung zu erzeugen? Mein Gewissen spielt da eine nicht unwesentliche Rolle. Die Gesundheit für mich und meine Familie, die uns durch diese Nahrungsmittel widerfährt, wiegt alles andere auf. Wenn ich dann noch meine Einstellung, meine Freude, Gesundheit, das Fehlen von Allergien in meine nähere Umgebung trage und dadurch andere überzeuge, habe ich mehr getan als all die vielen Schwätzer, die nur an ihren Geldbeutel denken.

2012-09-02 16.05.28 Verständnis für Bedürfnisse

Jeder erinnert sich an das wunderbare Essen, welches er früher zu Hause bekommen hat. Leider nähern wir uns einem Bereich, an dem das gute Essen von früher, das schlechte von heute ist. Soweit darf es nicht kommen. Wenn sich keiner mehr an das Gute erinnert, wird das Schlechte als gut gefeiert, aber keiner denkt darüber nach. Das Wissen der vergangenen Generationen darf nicht aussterben. Es ist mehr als unsere Pflicht, das Selbige zu bewahren und zu praktizieren. Heutiger Wissensstand gepaart mit den Erfahrungen der Alten, intelligent angewendet, lässt uns die Zukunft in einem Licht freudiger Erwartung erscheinen, vor der keiner Angst zu haben braucht. Je mehr Menschen eine Richtung vorgeben, die in vielen Augen als zukunftsorientiert erscheint, desto einfacher der Weg bis zum erklärten Ziel. Durch Überzeugung geschaffene Mündigkeit kommt der Gesellschaft im Ganzen zu gute.

Geistiges, nicht kommerziell-industrielles Wachstum ist angesagt. Über welche Themen unterhalten sich die Menschen? Diese einfache Hippgesellschaft, neuestes Handy, neues Auto, neuer PC, immer im Trend der Zeit, schnell reagieren auf den neuesten Schmarrn.

IMG_2537Der Friese, Stolz und Kraft

Was ich nicht möchte, ist das Suggerieren eines Lebens, welches romantisch verklärt und dadurch auch einfach ist und sich so liest. Das genaue Gegenteil ist der Fall. So zu leben wie oben beschrieben, ist am Anfang sicherlich unsagbar schwieriger als das Leben, welches wir im Moment führen. Das fängt schon mit dem Denken an.

Denn jetzt muss eine ganz neue Einstellung gefunden werden. Das Schwierige ist dann aber die Umsetzung, die uns zu schaffen machen wird. Ganz zu schweigen von den ewigen Mahnern, die uns allen Ernstes erzählen möchten, dass wir uns nicht so ernähren und Technik nicht so einsetzen können, dass sie uns dienlich aber nicht umweltzerstörend benutzt wird. Soziales Zusammenleben nicht so organisiert werden kann, dass der Staat im eigentlichen Sinne nicht mehr gebraucht wird.

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