Grillsalat, ein Geschenk der Natur, ein Schmeichler des Gaumens

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Wenn man eine reife Paprika aufschneidet und einem der wunderbare Duft der Selbigen in die Nase steigt, freut man sich schon auf das Endergebnis, welches ja in so viele Richtungen gehen kann wie bei kaum einer anderen Frucht oder vielleicht auch einem Gemüse. Jedenfalls kam mir beim Aufschneiden gerade die Idee, einen Grill-Salat zuzubereiten. Sicherlich kennt das nicht jeder, ist ja auch nicht so bekannt wie gefüllte Paprika.

Zum einen brauchen wir einen Grill, mit der dazugehörigen guten Holzkohle, also nicht die kleinen staubigen Stückchen, sondern die schönen großen. Man kann bei diesen, wenn man sich anstrengt, den Köhler schwitzen sehen. Am besten zündet ihr die Holzkohle mit dem Heißluftfön an, mit dem bleibt der Geschmack erhalten. Also ohne die chemischen Anzünder oder gar Spiritus.

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Die gewaschenen Paprika, ganze kleine Zwiebeln, ganze Fleischtomaten, Knoblauch, sowie einige scharfe Chilis auf den Grill legen, bis die Haut schön dunkel angebraten ist. Dann herunternehmen und nicht zu sehr abkühlen lassen. Die Haut der einzelnen Gemüse lässt sich jetzt ohne Probleme abziehen. Bei den Paprika nehmen wir die Kerne und die hellen Häutchen heraus, denn diese können den Salat später bitter werden lassen. Bei der Tomate werden die Kerne entfernt. Das macht man am besten, indem die Tomate in die Hand genommen wird, leichter Druck lässt nun die Kerne zwischen den Fingern austreten, ein fast schon sinnliches Gefühl. Den Knoblauch einfach schälen, der Rauch hat einen sehr delikaten Geschmack hinterlassen.

Sollten an den Gemüsen noch schwarze Teile der verbrannten Haut hängengeblieben sein, gut, denn diese geben dem Salat am Ende sein unverwechselbares Aroma. Nun alles mit dem großen Schlagmesser klein hacken, na ja, Stückchen, so groß wie ein Fingernagel. Würzen ist dann das ein und alles für den Salat: Kreuzkümmel, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Koriander. Jeder von uns hat in seinem Schrank einen Mörser und Stößel – genau das brauchen wir jetzt zum Zerkleinern unserer Gewürze. Denn wir wissen, dass wir immer das ganze Gewürz nutzen und nicht die gemahlenen nach nichts schmeckenden Würzstoffe aus dem Discounter. In München gibt es am Platzel einen Gewürzladen, in dem Berge von Gewürzen aufgehäuft auf den Kunden warten – lassen wir sie warten, denn von Geschmack kann bei der Standzeit keine Rede sein.

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Für den Zitronensaft nehmen wir einfach eine viertel Zitrone, die man vorher in kleine Würfel schneidet. Öl dazu, so können die ätherischen Öle nicht so leicht entweichen. Das Püree, das so gewonnen wurde, unter den Salat mischen, leicht unterrühren, nicht in den Kühlschrank stellen, Zimmerwärme hilft dabei, den Salat schonend mit den Gewürzen zu aromatisieren.

Die Vielseitigkeit des Salates kommt jetzt voll zum Tragen. Auf einen Teller ausgebreitet mit Olivenöl beträufelt, mit Kapern bestreut, ein frisches Dinkelvollkornbrot dazu. Wer sich diese köstliche Gourmandise mit einem kräftigen Weißwein zu Gemüte führt, vergisst alles um sich herum und kommt dem Himmel ein Stück näher.

Für die noch Fleischfresser unter uns, eignet sich ein gut abgehangenes Entrecote zum Grillsalat, mit seinem Fettkern ist es ausgezeichnet für den Grill geeignet. Achtet auch hier wieder auf die Qualität der Kohle, scharf angebraten ist dieses Fleisch ein nicht zu unterschätzender Genuss, dem man sich an ausgesuchten Tagen hingeben kann.

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One response to “Grillsalat, ein Geschenk der Natur, ein Schmeichler des Gaumens”

  1. lokalheldin says :

    Hört sich super lecker an und ich bin geneigt den Salat mal auszuprobieren. Allerdings – wenn die kleine Kritik erlaubt ist – im Sommer, wenn Paprika & Tomaten Saison haben…Mich erstaunt es etwas nach den vorherigen Artikeln incl. umfassender Hommage an die saisonale Ernährung, dass du dieses Rezept im Februar postest.

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