Archive | Februar 15, 2013

Mein Allerliebst – der Haferbrei

Ich liebe ihn, diesen Haferbrei, in Milch gekocht und mit den verschiedensten Zutaten verfeinert. Auf dem Frühstückstisch, dampfend vor einem stehend, lächelt er einem in die noch verschlafenen Augen, seidig schimmern die getrockneten Früchte wie kleine bunte Perlen daraus hervor. Beim Kauen dann, jene kleinen Geschmackserlebnisse feiernd, die bei jedem Biss auf eine der Früchte entstehen.

Rosmarin

Aber auch salzig gibt dieses doch so einfache Gericht dem Gaumen Freude auf. Schon die Behandlung mit einem dieser wunderbaren, kaltgepressten Öle, aus nachhaltigem Anbau mit viel Liebe, frisch bei unserer Bestellung gepresst, verleiht unserem Haferbrei einen unvergleichlichen Geschmack. Persönlich bevorzuge ich Lein oder Hanföle. Diese mischen sich mit der Struktur des Breis. Die Emulsion erinnert dann an ein Püree und wirkt durch seinen nussigen Geschmack interessant, nicht alltäglich. Rühren wir dann noch Eigelb unter den Haferbrei, streichen ihn auf einem Blech in einer Dicke von ca. 2 cm aus, stellen alles auf die Seite, am besten in einem kühlen Raum im Keller, und lassen ihn fest werden. Beim Schneiden oder Ausstechen in eine von unserer Fantasie (die ja grenzenlos ist) bestimmte Form, achten wir darauf, so wenig Verschnitt wie möglich zu bekommen. Dieser wird dann aber einfach wieder warm gemacht, kann aber, da er mit dem Eigelb gebunden wurde, nicht mehr gekocht werden. Bitte daran denken, denn sonst gerinnt die Masse. Die ausgestochenen Formen können nun in der Pfanne gebraten oder im Ofen mit Käse überbacken werden. Sie eignen sich als Beilage für alle Fleischgerichte oder aus dem Ofen zu einem Salat.

Parmesan

Werbeanzeigen

Fleisch, das Thema Nummer eins – oder das Letzte vor dem Untergang

IMG_5469IMG_3574Nicht mal daran Denken

Viele Menschen essen gerne Fleisch. Aber wenn wir uns ansehen, was die Medien für Horrorgeschichten über die Fleischindustrie in eindrucksvollen Dokumentationen zum Besten geben, verderben sie jedem mündigen Bürger den Geschmack darauf. Mitleid und Abscheu ergreifen einen bei den Bildern, die uns zur besten Sendezeit präsentiert werden.

IMG_5387

Man schwört sich, kein Fleisch mehr zu essen, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen. Was am Ende bleibt, ist eine Ohnmacht, die von den vielen anderen Alltagssorgen verdrängt wird und nur wieder zum Tragen kommt, wenn man im Geschäft vor der Fleischtheke steht und sich der schrecklichen Bilder erinnert. Sich in diesen Momenten auch fragt, wie diese Preise zustande kommen können und ganz genau die Antwort kennt. Die Bilder von misshandelten Tieren vor sich hat und dann bewusst auf Fleisch verzichtet.

Ein Besuch auf einem alternativen Bauernhof kann da Abhilfe schaffen. Tiere zu sehen, die sich sichtlich wohlfühlen und gesund sind, die spielen und ein artgerechtes Leben führen. Eine, wie ich meine, Romantik zu erleben, die man nur noch aus Büchern kennt. Ab dann spielt sich alles in unserem Kopf ab. Kaufe ich dieses Fleisch zu einem Preis, der mit dem allgemeinen Discountpreis nichts mehr zu tun hat? Gönne ich mir das einfach nur noch ein- bis zweimal die Woche und helfe so den Menschen, die sich die Zeit nehmen, ein solches Naturprodukt mit viel Liebe für das Tier und deren Nahrung zu erzeugen? Mein Gewissen spielt da eine nicht unwesentliche Rolle. Die Gesundheit für mich und meine Familie, die uns durch diese Nahrungsmittel widerfährt, wiegt alles andere auf. Wenn ich dann noch meine Einstellung, meine Freude, Gesundheit, das Fehlen von Allergien in meine nähere Umgebung trage und dadurch andere überzeuge, habe ich mehr getan als all die vielen Schwätzer, die nur an ihren Geldbeutel denken.

2012-09-02 16.05.28 Verständnis für Bedürfnisse

Jeder erinnert sich an das wunderbare Essen, welches er früher zu Hause bekommen hat. Leider nähern wir uns einem Bereich, an dem das gute Essen von früher, das schlechte von heute ist. Soweit darf es nicht kommen. Wenn sich keiner mehr an das Gute erinnert, wird das Schlechte als gut gefeiert, aber keiner denkt darüber nach. Das Wissen der vergangenen Generationen darf nicht aussterben. Es ist mehr als unsere Pflicht, das Selbige zu bewahren und zu praktizieren. Heutiger Wissensstand gepaart mit den Erfahrungen der Alten, intelligent angewendet, lässt uns die Zukunft in einem Licht freudiger Erwartung erscheinen, vor der keiner Angst zu haben braucht. Je mehr Menschen eine Richtung vorgeben, die in vielen Augen als zukunftsorientiert erscheint, desto einfacher der Weg bis zum erklärten Ziel. Durch Überzeugung geschaffene Mündigkeit kommt der Gesellschaft im Ganzen zu gute.

Geistiges, nicht kommerziell-industrielles Wachstum ist angesagt. Über welche Themen unterhalten sich die Menschen? Diese einfache Hippgesellschaft, neuestes Handy, neues Auto, neuer PC, immer im Trend der Zeit, schnell reagieren auf den neuesten Schmarrn.

IMG_2537Der Friese, Stolz und Kraft

Was ich nicht möchte, ist das Suggerieren eines Lebens, welches romantisch verklärt und dadurch auch einfach ist und sich so liest. Das genaue Gegenteil ist der Fall. So zu leben wie oben beschrieben, ist am Anfang sicherlich unsagbar schwieriger als das Leben, welches wir im Moment führen. Das fängt schon mit dem Denken an.

Denn jetzt muss eine ganz neue Einstellung gefunden werden. Das Schwierige ist dann aber die Umsetzung, die uns zu schaffen machen wird. Ganz zu schweigen von den ewigen Mahnern, die uns allen Ernstes erzählen möchten, dass wir uns nicht so ernähren und Technik nicht so einsetzen können, dass sie uns dienlich aber nicht umweltzerstörend benutzt wird. Soziales Zusammenleben nicht so organisiert werden kann, dass der Staat im eigentlichen Sinne nicht mehr gebraucht wird.

%d Bloggern gefällt das: