Archiv | Projekt Apfel RSS for this section

Mein und bald auch euer, Apfelstrudel

2013-04-04 13.21.59

Das ganze mein Apfelstrudel zu nennen ist doch etwas vermessen, unser Familienrezept Apfelstrudel kommt der Sache dann auch gleich näher. Von einer Generation zur anderen, weitergegeben, wahrscheinlich bis zur Erfindung des Blätterteigs.

2013-04-04 12.24.14-1

Wir machen den Apfelstrudel mit Blätterteig, sehr Barock, obwohl ich schon an der Verschlankung gearbeitet habe. Blätterteig kann man kaufen, möchte niemanden zumuten sich hinzustellen und einen Blätterteig zu machen. Ab jetzt spreche ich nur noch vom Teig, sonst drehe ich durch.

2013-04-04 12.32.44

Apfel schälen, entkernen und dann in feine Blättchen schneiden, Haselnüsse mit einer Flasche einfach zerquetschen, Vanillestange halbieren Mark dazu, ein Händchen Rosinen, ein Eigelb, Vorsicht jetzt kommt der Schlankmacher  – anstatt Creme fraiche einfach einen halben Becher mit Naturjoghurt, Zucker etwa 2 Esslöffel und alles vermischen.

2013-04-04 13.22.11

Teig ausrollen, das Apfelgemisch mittig auftragen und dann einmal rollen, die enden mit einer Gaben quetschen, dann kann nichts herauslaufen, in das tiefe Backblech legen. In das Selbige geben wir nun mindestens 200g Butter, 200g Zucker und 400ml Sahne. Bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen. Nach ca. 10 Minuten bildet sich auf der Sahne kleine bräunliche Blasen, diese mit einem Löffel verrühren und den Apfelstrudel damit übergießen. Wiederholen bis der Apfelstrudel goldbraun ist und sich im Blech wunderbares Karamell gebildet hat, fertig. Kaffe aufstellen und den noch heißen Strudel essen.

Advertisements

Über den Apfel Teil 4

IMG_0105

„Eure Nahrungsmittel
sollen eure Heilmittel,
eure Heilmittel sollen
eure Nahrungsmittel sein“.

Dieser Aphorismus von Hippokrates sagt eigentlich alles aus, was Nahrung bedeuten kann. Ein Heilmittel, das Spaß macht, also nicht die verschriene bittere Pille, nein.
Essen soll Spaß machen, sprich kochen macht Spaß. Nur, nicht alles, was wir zu kaufen bekommen, ist ein Heil-mittel und ist somit gut für unsere Gesundheit. Gerade die alten Wildfrüchte, Gemüse, Salate und Kartoffeln helfen uns gesund zu werden und zu bleiben. Die Natur gibt uns alles was wir brauchen, nutzen wir sie doch. Besonders wichtig ist, bauen wir die Pflanzen selbst an, sollten wir sie mit anderen Menschen teilen. Denn sobald auch diese Pflanzen kommerzialisiert und verändert werden ist ihr Nutzen gleich Null.

Über den Apfel Teil 3

IMG_0128

Natürlich wissen wir alle, der Apfelbaum gehört zu den Rosengewächsen, aber da gibt es noch einen ganz tollen anderen Baum der fast verschwunden ist. Der vergessene Mespilus Germanica ‒ die Mispel. Seit Jahrhunderten wird die Mispel schon in Deutschland gezüchtet. In den Klostergärten wird die Wildfrucht vor allem für die Gesundheit und als Heilpflanze angebaut. Wie fast alle Wildfrüchte muss über die Frucht der erste Frost ergehen, bis sie genießbar wird. So lange zu warten lohnt sich in jeder Beziehung. Einen Mispelsaft, Gelee, Marmelade, Konfekt sogar eine Tarte schmeckt mit dieser Frucht. Solch einen Geschmack kennt man noch nicht, ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst und immer wieder neu erleben möchte.

Über den Apfel Teil 2

IMG_0133

Die modernen Kunstäpfel, für den industriell und werbetechnisch bestrahlten Menschen, werden potentiell zu den allergenen Sorten gezählt. In den Zeiten vor dem 2. Weltkrieg standen in den Bauerngärten noch unzählige verschiedene Apfelsorten, man spricht von bis zu knapp 3000 Sorten.
Nach der Flurbereinigung, dem Bauboom, Zerstörung ländlicher Kulturflächen, Verstädterung, Angriff der Zitrusfrüchte, Kommerzialisierung der Landwirtschaft,
Abschaffung der Hochbäume als Ernteerleichterung, Züchtung gleich reifender Sorten finden wir nur noch einen Bruchteil der früheren Sortenvielfalt. Da viele der
Sorten regional vertreten waren, ist die Anzahl in bäuerlichen Gebieten noch relativ stabil. Wer kann, sollte also in seinem Garten eine oder gleich mehrere von den alten Sorten anpflanzen, sich an Blüte, Grün und endlich an der Frucht erfreuen.

Über den Apfel Teil 1

IMG_0111

Es ist in der heutigen Zeit nicht schwer, alle Apfelsorten zu kennen, denn wir finden alle sechs Sorten bei unserem Discounter um die Ecke. Vor noch nicht einmal 50 Jahren war das noch anders. In vielen Gärten wuchsen verschiedene Apfelbäume, jeder für sich ein kleiner Spezialist. Ob Koch-, Back, Saft,- Most-, Winter-, Früh- oder Genussapfel für jede Eventualität war gesorgt. Auch taucht der Apfel in einer Vielzahl alter Schriften als Heilpflanze auf, was ihn für uns nur noch interessanter macht.
Apfelallergiker können ein Lied davon singen, wenn sie beim Discounter die Äpfel kaufen, in denen nur noch ein geringer Anteil der sogenannten Polyphenole enthalten ist. Diese werden systematisch herausgezüchtet, um den Apfel für die breite Masse gefügig zu machen, süß, knackig, schönes Bild, gleiche Größe, nur die Namen sind noch anders. Die Uni Hamburg hat festgestellt, dass die alten Apfelsorten bei Apfelallergikern negativ reagieren.

Grundgesetzänderung geplant – Apfel spielt eine nicht unwesentliche Rolle

IMG_0124

Durch die Einführung eines Apfeltages plant die Regierung, der sich täglich verschlechternden Gesundheit der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Aus Kreisen des Gesundheitsministeriums sickerte die Meldung eines Apfeltages durch. Dieser soll den klassischen Montag ersetzen.

Montag’s dürfen nur noch Äpfel gegessen werden.
Lebensmittelgeschäfte bleiben geschlossen.
Selbst Restaurants dürfen nur Äpfel servieren.
Voller Lohnausgleich für die Mitarbeiter die an diesem Tag frei nehmen.
Regierung verspricht sich eine 25% Steigerung der Gesundheit innerhalb von 5 Jahren.
Einsparungen im 3 stelligen Milliarden-bereich bei den Krankenkassen.
Der Bau von Kindergärten und Krippen kann ohne Probleme in 3 Jahren abgeschlossen sein.
In Schulen wird die Klassengröße auf 15 Schüler reduziert.
Fehlstunden werden dadurch auf ca.1% gedrückt.
Krankentage bei Lehrern fällt auf unter 2%.
Ökobilanz Deutschlands verbessert sich signifikant.
Menschen fangen an zu denken.
Riesige Nachfrage nach Vegetarischem Tag in Wochenmitte.

Wir beobachten weiter.IMG_2286

%d Bloggern gefällt das: