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Was niemand will, wenige sich trauen und doch so lecker ist!

Vor Jahren in der Schweiz, beim wöchentlichen Restaurant suchen nach typischer Schweizer Küche, kamen wir eines Tages nach Neuenburg im gleichnamigen Kanton. Mittagszeit Essenszeit, gefunden die typische Plat du jour. Heute gab es doch tatsächlich Kutteln, so hatte ich sie noch nie gegessen. Große visible Stücke, also nicht dieses klein geschnittene versteckte, für die Leute, die nicht wissen wollen was sie Essen. Nein, sondern  für jemanden der Wissentlich das liebt was er isst. Sich nicht vom Zeitgeist beeinflussen lässt, sich ganz auf seinen Eigenen, sich nicht nehmen wollenden Geschmack verlässt, ja zu ihm steht.

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Es gibt sie diese Mainstream – Esser, alles mitmachen aber im eigentlichen Sinn, kulinarische Deppen sind. Von nichts eine Ahnung haben, den Hobbykoch rauskehren, dann aber die Austern mit Rotwein- Vinaigrette, oder in Zitronensaft ertränkt, in Tabasco ersoffen  essen, was nicht weiter schlimm wäre, tauscht man die Auster mit einem Blattsalat aus.

Nicht zu verwechseln mit den Kennern, die Austern so mögen, weil sie ihnen genau so schmecken.

Genug des Geplänkels, die Kutteln gut gewaschen, in kaltem Wasser angesetzt mit Lorbeer und Knoblauchzehe leicht köcheln lassen. Nicht den Mut verlieren, wenn sie nicht schon vorgekocht sind, brauchen sie eine halbe Ewigkeit. Nach 1,5 bis 2 Stunden sind sie ¾ gar. Die Brühe ist meist milchig, dann schütten wir sie einfach weg. Manche von euch haben aber einen Hund, der davon sicherlich begeistert ist, sein Trockenfutter damit verfeinert bekommt und freudig mit dem Schwanz wedelt.

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Ganze geschälte Karotten, Zwiebeln, Sellerie, einen Kohl eures Vertrauens, geviertelte geschälte Kartoffeln in Butter angeschwitzt, mit Gemüsebrühe aufgefüllt, die Kutteln dazu und das Ganze köcheln lassen bis die Kutteln weich sind.

Dazu reichen wir eine Vinaigrette – kleinste Zwiebelwürfel, gehackte Petersilie, Würfel von der Gurke, wer möchte eine in Würfel geschnittene Tomate, Salz, Pfeffermühle, Traubenkernöl, heimischen Obstessig, kann alles eine dicke Salsa artige Konsistenz haben. Man kann alle saisonalen knackigen Gemüse oder Kräuter mitnehmen, wenn es dir schmeckt steht weiteren Experimenten nichts im Weg.

Einen Pastateller, den Eintopf eingefüllt und mit der Vinaigrette leicht überzogen. Dazu einen spritzigen Riesling und frisches Baguette. Nun mal wieder dem Himmel ein Stück näher gerückt.

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100% Nachhaltig

Mein selbst gezüchteter Kürbis

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Heute am 27. März 2013 habe ich den letzen Kürbis aus dem Keller geholt, die Ernte war am 13. Oktaber2012. Aussehen und Geschmack waren auch nach so langer Zeit noch überwältigend. An der Außenhaut gab es keine einzige Schlechte Stelle, alles war unversehrt. Nach meinem Ermessen spricht nichts gegen einen Anbau und spätere Lagerung im Rahmen der Selbstversorgung. Was mir Sorgen macht ist der Platz den diese Pflanze zum wachsen braucht und ihr nicht geringer Durst nach Wasser, der für diejenigen die Platzmangel und keine Regenwassergewinnung haben ein Ausschlusskriterium sein könnte.

Gleich ein Suppe gekocht, Geschmack zum verzweifeln, es ist, war einfach zu wenig. Eine Offenbarung, so etwas habe ich selten gegessen, kräftig und doch rund und ausgewogen, ein latenter Geschmack nach Erde, aber eigentlich feine Aromen nach Vanille, warte mal, kann da irgendwo Moschus sein, fast nicht zu glauben, aber doch riecht da leichter Moschus hervor, nicht viel, zart, wie eine Daune, die beim Betten aufschütteln aus einem der Kissen durch die Luft schwebt und von einem Sonnenstrahl eingefangen wird, na ja so ähnlich jedenfalls. Die Samen habe ich mir auf die Seite gelegt, schauen wir, wie die Nachzucht wird, werde euch auf dem laufendem halten.
Suppenrezept folgt.

Wahnsinn oder Geniestreich 2

Den Einbezug so elementarer Dinge wie menschliche Versorgung auf einem Lehrplan, in sämtlichen Schulformen zu sehen, könnte uns einen großen Schritt nach vorne bringen. Der Ansatz direkt beim potenziell formbarsten Glied in der Kette zu beginnen, erklärt sich von selbst. Wenn wir den Gedanken dann noch weiterspinnen, anstatt von Zier-, Bananen- oder stacheligen Pflanzen, die von den Schülern nicht so schnell zerstört werden, einfach ein Apfelbäumchen, eine Himbeerhecke, Stachelbeeren oder einen Kirschbaum pflanzen würden! Die ganze Geschichte in ein Projekt verpackt, das kann doch den nach außen so unwilligen Schüler begeistern. Dass die Frucht der Arbeit später noch geerntet und verarbeitet, verzehrt werden kann, setzt dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen auf.

Natur pur, essen ohne Angst

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Nicht reden, HANDELN & HÄNDELN

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Die Frage nach dem Wert biologischer Lebensmittel stellt sich dem Verbraucher beim täglichen Einkauf unentwegt, kann aber auf einfache Weise nicht beantwortet werden. Ich für mich habe die Frage so beantwortet: Bioware, die für mich in Betracht kommt, ist diejenige, welche in unmittelbarer Nähe produziert wird! Meiner Meinung nach hat Bio noch eine andere Bedeutung: Der Weg von der Produktionsstätte zum Verbraucher darf nicht mehr als 30 km betragen, alles andere schadet wieder der Umwelt. Früchte und Gemüse, welche keine Saison haben, gehören nicht auf den Tisch. Bestimmt nicht einfach, aber das behauptet auch niemand. Wie können die großen Discounter in ihren Regalen diese Unmengen von Waren anbieten, die Bio deklariert um die halbe Welt reisen. Welch eine Perversion!
Das Schlimme ist aber, wir kaufen, um unser Gewissen zu beruhigen und machen uns weiter keine Gedanken, haben ja alles getan, schwimmen auf dieser von den Multis gesteuerten Welle mit.

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