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Die Geschichte von Heimdall & Mimirhof 1/1

Wie ein Wunder erscheint uns dieser kleine Ort Heimdall am Rande eines großen deutschen Industrie-gebiets, das mit seinen doch 256 Einwohnern eine Form des Zusammenlebens gefunden hat, bei der man zurecht behaupten kann, hier wurde alles richtig gemacht. Bei näherem Hinschauen erscheint es geradezu utopisch.
Nicht anders ergeht es uns im Mimirhof, einem ehemaligen Industriebau mitten in der Stadt, aufwendig begrünt, nach modernsten Umwelt-anforderungen ausgebaut. Heimstätte von immerhin 587 Menschen. Zusammen macht das genau 843 Einwohner und ist ein gewaltiges Projekt, wenn man bedenkt, dass es reine Selbstverwaltung ist, Selbstkontrolle der sich gegebenen Versprechen. Jeder Erwachsene bezahlte eine Summe von 50.000,00 € ein, erhält dafür eine Wohnung/Wohnrecht bis zum Tod inkl. Betreuung im Alter.
Für die Wohnungen zahlt man monatlich 2,50 € pro Quadratmeter an Strom, Wasser, Heizung und 150,00 € pro Person an Sozialkosten. Macht bei einem vier Personenhaushalt 850 € inkl. Kinder-betreuung. Alle
selbst hergestellten Lebensmittel außer tierischen Produkten, verschiedene Sirups, Apfelsaft und Most sind darin enthalten. In Heimdall gibt es 20 feste Mitarbeiter, die in der Produktion, im Hofladen und Verkauf arbeiten. Ein Team von fünf Mitarbeitern, die für die Instandhaltung zuständig sind. Drei Altenpfleger, ein Physiotherapeut sowie ein Landarzt mit seiner Praxis. Im Mimirhof eine Metzgerei, eine Bäckerei und einen Gemüsehandel mit je zwei Mitarbeitern und wieder fünf Mitarbeiter für die Instandhaltung, wobei eine kleine Autowerkstatt angeschlossen ist. Drei Altenpfleger für die Betreuung der Mitbewohner. Im Mimirhof sind noch zusätzlich 1.500 Quadratmeter Gewerbefläche vermietet.

Hinterm Gut Richtung Osten

Hinterm Gut Richtung Osten

100% Nachhaltig

Mein selbst gezüchteter Kürbis

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Heute am 27. März 2013 habe ich den letzen Kürbis aus dem Keller geholt, die Ernte war am 13. Oktaber2012. Aussehen und Geschmack waren auch nach so langer Zeit noch überwältigend. An der Außenhaut gab es keine einzige Schlechte Stelle, alles war unversehrt. Nach meinem Ermessen spricht nichts gegen einen Anbau und spätere Lagerung im Rahmen der Selbstversorgung. Was mir Sorgen macht ist der Platz den diese Pflanze zum wachsen braucht und ihr nicht geringer Durst nach Wasser, der für diejenigen die Platzmangel und keine Regenwassergewinnung haben ein Ausschlusskriterium sein könnte.

Gleich ein Suppe gekocht, Geschmack zum verzweifeln, es ist, war einfach zu wenig. Eine Offenbarung, so etwas habe ich selten gegessen, kräftig und doch rund und ausgewogen, ein latenter Geschmack nach Erde, aber eigentlich feine Aromen nach Vanille, warte mal, kann da irgendwo Moschus sein, fast nicht zu glauben, aber doch riecht da leichter Moschus hervor, nicht viel, zart, wie eine Daune, die beim Betten aufschütteln aus einem der Kissen durch die Luft schwebt und von einem Sonnenstrahl eingefangen wird, na ja so ähnlich jedenfalls. Die Samen habe ich mir auf die Seite gelegt, schauen wir, wie die Nachzucht wird, werde euch auf dem laufendem halten.
Suppenrezept folgt.

Über den Apfel Teil 4

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„Eure Nahrungsmittel
sollen eure Heilmittel,
eure Heilmittel sollen
eure Nahrungsmittel sein“.

Dieser Aphorismus von Hippokrates sagt eigentlich alles aus, was Nahrung bedeuten kann. Ein Heilmittel, das Spaß macht, also nicht die verschriene bittere Pille, nein.
Essen soll Spaß machen, sprich kochen macht Spaß. Nur, nicht alles, was wir zu kaufen bekommen, ist ein Heil-mittel und ist somit gut für unsere Gesundheit. Gerade die alten Wildfrüchte, Gemüse, Salate und Kartoffeln helfen uns gesund zu werden und zu bleiben. Die Natur gibt uns alles was wir brauchen, nutzen wir sie doch. Besonders wichtig ist, bauen wir die Pflanzen selbst an, sollten wir sie mit anderen Menschen teilen. Denn sobald auch diese Pflanzen kommerzialisiert und verändert werden ist ihr Nutzen gleich Null.

Über den Apfel Teil 3

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Natürlich wissen wir alle, der Apfelbaum gehört zu den Rosengewächsen, aber da gibt es noch einen ganz tollen anderen Baum der fast verschwunden ist. Der vergessene Mespilus Germanica ‒ die Mispel. Seit Jahrhunderten wird die Mispel schon in Deutschland gezüchtet. In den Klostergärten wird die Wildfrucht vor allem für die Gesundheit und als Heilpflanze angebaut. Wie fast alle Wildfrüchte muss über die Frucht der erste Frost ergehen, bis sie genießbar wird. So lange zu warten lohnt sich in jeder Beziehung. Einen Mispelsaft, Gelee, Marmelade, Konfekt sogar eine Tarte schmeckt mit dieser Frucht. Solch einen Geschmack kennt man noch nicht, ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst und immer wieder neu erleben möchte.

Über den Apfel Teil 2

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Die modernen Kunstäpfel, für den industriell und werbetechnisch bestrahlten Menschen, werden potentiell zu den allergenen Sorten gezählt. In den Zeiten vor dem 2. Weltkrieg standen in den Bauerngärten noch unzählige verschiedene Apfelsorten, man spricht von bis zu knapp 3000 Sorten.
Nach der Flurbereinigung, dem Bauboom, Zerstörung ländlicher Kulturflächen, Verstädterung, Angriff der Zitrusfrüchte, Kommerzialisierung der Landwirtschaft,
Abschaffung der Hochbäume als Ernteerleichterung, Züchtung gleich reifender Sorten finden wir nur noch einen Bruchteil der früheren Sortenvielfalt. Da viele der
Sorten regional vertreten waren, ist die Anzahl in bäuerlichen Gebieten noch relativ stabil. Wer kann, sollte also in seinem Garten eine oder gleich mehrere von den alten Sorten anpflanzen, sich an Blüte, Grün und endlich an der Frucht erfreuen.

Lebenssinn

Umbruch, Aufbruch, Reorganisation

Durch das Beobachten unserer Umwelt, der Mitmenschen, die tägliche Gier nach mehr, das Raubtierhafte der Gesellschaft, nicht Zulassen anderer Meinungen, sozial-ethnologische Abgrenzungen, bewusste Zerstörung sozialer Systeme, Fordern nach immer mehr Gewinn, Reorganisation eines unterwürfigen Klassensystems, bei Beschneidung vieler sozial humanitärer Errungenschaften kann es doch nicht mehr lange dauern, bis der Mensch sich aufmacht, diese Situation zu ändern, oder resigniert, in einer Art kollektiv-resignativem Koma erstarrt.
Wir müssen uns wieder in kleineren sozialen Gruppen zusammenfinden und lernen, was Zusammenleben im eigentlichen Sinn bedeutet. Das Suchen nach einer angemessenen Form steht im Fordergrund. Sicherlich gibt es genug Warner. Deren Schreie werden aber nicht gehört, sondern ignoriert oder sogar gezielt als verrückt diffamiert. Meiner Ansicht nach stellt der Profit, dem alles andere untergeordnet wird, die größte Bedrohung dar.
Wo finden sich in unserer Gesellschaft Menschen, die zu den Ursprüngen des Zusammenlebens zurückfinden möchten und dabei die Schwächeren mit einbeziehen, wobei mit Schwächeren eigentlich nur die finanziell Ausgebeuteten gemeint sind? Wie viele gute Ideen enden am Schalter der Kreditvergabe, wie viele Menschen gehen in den Abgrund, durch das Nicht-bedienen-können der Selbigen? Sind diese denn schlechter, nur weil sie durch Versprechungen profitgieriger Verbrecher in den Ruin gezogen wurden?

Sind wir doch einmal ehrlich mit uns selber: Es weiß doch jeder, dass ein Nahrungsmittel, welches saisonal reif und dann verzehrt wird, um einiges gesünder ist als ein außerhalb der Saison produziertes, welches nur dazu dient, um unsere Gelüste zu befriedigen. Wann beginnen wir endlich danach zu leben? Die Gesundheitssysteme brechen in allen Industrieländern zusammen, nur aus einem Grund: Der Mensch hält sich nicht an seine natürliche Ernährung. Er schadet seinem Körper in einer Art und Weise, die nur mit Strafen zu zügeln ist. Wir sollten darüber nachdenken, wie mit solchen subversiven Elementen der Gesellschaft umgegangen werden kann.

Wenn wir uns in unserer nächsten Umgebung umschauen, sehen wir Kinder mit Diabetes Typ II, Adipöse in erschreckender Zahl, ein Großteil der Krankheiten nur hervorgerufen durch Bewegungsmangel und schlechte bzw. falsche Ernährung.
Sollten die Krankenkassen nicht massive Aufklärung in Bezug auf die richtige Ernährung setzen? Das wäre sicherlich einfacher, als die dadurch entstandenen Krankheiten durch das ineffiziente Gesundheitssystem kurieren zu lassen, bei denen doch jeder Allgemeinmediziner sofort überfordert ist.

Gedanken wuseln wie Ameisen durch die verschlungenen Irrwege des Gehirns, selbst noch in den äußeren Extremitäten als leichtes Rauschen wahrnehmbar. Selbst nach diesem doch bemerkenswerten Verlust weiterer 5 kg, zusammen jetzt 20,5 kg, bleibt ein Rest von warum, wie vermittelbar, weitergeben, aber wie, stehen wie eine kahle grobkörnige Betonwand in flimmernder Hitze, zu nichts zu verwenden, nicht einmal anlehnen und verweilen. Das ist doch erst der Anfang, mach dir Gedanken, führe den Weg zu Ende, nur das Wie hat noch eine Bedeutung, bahnbrechend und herzlos muss es für alle sein, gleich dem eigenen Zustand vor noch nicht allzu langer Zeit. Bedeutungsvoller, ja geradezu elementar. Intellekt darf dabei keine Rolle spielen, unten raus muss es kommen, von selbst, einfach gewollt und nicht aufhaltbar fern jeder durchdachten Struktur. Für jeden kritiklos annehmbar, einfach, Zugluft für das Hirn. Einfach, nein, einfach ist das bestimmt nicht, aber ich habe bei mir angefangen. Wie viele Menschen sitzen jetzt genauso, machen sich ernsthafte Gedanken und sinnen auf eine Veränderung, die aber nur bei sich selber seinen Anfang nehmen kann und so fest verankert ihren Weg hinaus findet, fundiert, erlebt und gelebt, einer Erfahrung folgend, die nicht so leicht zu widerlegen, da erfolgreich für sich selbst ver- und erarbeitet worden ist.

Abnehmen, nicht durch Hungern, sondern durch richtige und vernünftige Ernährung zu erreichen. Askese, durch Selbsterfahrung und Bodenständigkeit in Form von regionalen, nachhaltigen Lebensmitteln. Finden eines lang vermissten Selbstwertgefühls, das aber unterschwellig immer da war und nur gefunden werden muss. Übereinstimmung des eigenen Geistes mit dem wiedergefundenen Selbstwertgefühl zur Eigenbewertung der sozialen und kulturellen Kompetenz.

Ein Raum, losgelöst vom karikierten Einerlei des Alltags, ein Ansturm auf alle Sinne, die es neu zu entdecken gibt. Konservierung, Erfindung und Umgestaltung unserer Lebenseinstellung durch das Ausleben innerster Gedankengänge, ohne Einflüsse von außen. Vermeidung jeglichen medialen Spams, das uns sonst jede freie Minute unseres Denkens stört, die Abhängigkeit fördert, uns zu einem Spielball des Kommerzes werden lässt, unser tägliches Leben unterschwellig derart beeinflusst, ohne dass wir es wahrhaben wollen. Wir machen uns zum Spielball einer Gesellschaft, die den Einzelnen so zurechtbiegt, ihn aussaugt und dann am Ende als leere Hülle zurücklässt, ohne sich um die seelische Struktur, welche leer und willenlos dahinvegetiert, zu kümmern.
Doch einen Zweck erfüllt das Vieh noch: Die vollen Taschen der ehemaligen Arbeitssoldaten – dies steht in diesem Falle für alle Bevölkerungsschichten, egal welcher gesellschaftlichen Stellung sie sich zugehörig fühlten – die Taschen können nun geleert werden, denn die Alten wollen jetzt leben, aber nur, wie wir es für sie vorgesehen haben.

Wo ist er nun, der Ruck, der durch die ganze Bevölkerung gehen muss, um diesem endlich ein Ende zu setzen? Der Schrei nach sozialer Gleichberechtigung für alle verhallt in den Mühlen des Irrationalen. Man könnte meinen, die Gehirne sind Schweizer Käse und die Löcher voll mit dem kommerziellen Müll, den alle verbreiten, ohne darüber nachzudenken, sich gleichzeitig dafür instrumentalisieren lassen. Keiner schreit die Fragen, klein, klein und egomanisch ist normal, aber keiner ist damit zufrieden. Wo sind die Arbeiter, wo die Akademiker, die Veränderung wollen, an den Wohnzimmertischen darüber diskutieren, danach aber in die tägliche unausgesprochene Leere ihres unausgefüllten Seins eintauchen – Schreit auf, aber beginnt zuerst bei euch! Vergesst den politischen Aspekt, seid einfach Selbst, in jener ureigenen Form, welche durch Taten spricht, sich dadurch als rein humanitär und tatsächlich, sprich als Tat manifestiert.

Menschlichkeit spannt sich wie ein warmes Licht durch sämtliche Empfindungen unseres Selbst. Gefangen mit all unseren Gedanken, die wir weitergeben, all jenen Unseligen, die noch nicht begriffen haben, dass wir uns selber finden müssen, um uns nicht zu verlieren. Ich möchte nicht zu der Generation gehören, die die Welt zerstört, ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden oder nach Lösungen zu suchen, dies einfach zu verhindern.
Die Einfachheit dessen, was wir zu tun haben, ist so elementar, dass es einem fast den Verstand nimmt. Sieht denn niemand, wie klein die Veränderungen sein können, um etwas zu bewirken? Der Griff nach dem eigenen Ich kann so sanft geschehen wie das weiche gelbliche Mondlicht, das mit der Gewalt der Gezeiten Dinge verschieben kann, ohne wahrgenommen zu werden. Gefangen zu sein, in seiner Welt und keine Kommunikation aufbauend mit den Mitwirkenden der Weltgemeinschaft scheint alltäglich zu sein. Mit dem Aufbruch des Selbst kann das große Spiel für jeden Einzelnen beginnen. Zulassen ist das hohe Gut eines jeden.
Wo sind sie denn, die Denkenden, um auszuziehen und eine Gemeinschaft zu gründen, bei der das Erleben von Gesundheit, heißt einen gesunden Körper zu haben, mit seinen dann vielleicht anderen geistigen Möglichkeiten genug ist? Warum soll das denn gerade in der heutigen Zeit, mit allen ihren Vorteilen nicht möglich sein? Haben wir denn gar keinen Mut, ein solch großes Ziel in Angriff zu nehmen? Immer wieder spreche ich mit verschiedenen Menschen und höre das gleiche Jammern, man müsste, warum steht keiner auf, denn dann würde ich auch mitmachen oder zumindest meine Unterstützung wäre da und danach, man weiß ja nicht, würde ich mich gerne anschließen. Wenn meine Familie nicht wäre – mein Gott, um die geht es aber bei der Idee, um wen denn sonst? Vergessen wir unsere Kinder und Eltern nicht. Es soll kein Traum bleiben, wir müssen alle an seiner Verwirklichung arbeiten.

Revolution der Landwirtschaft, des Essens, der Ernährung im Sinne von Rückbesinnung und nicht auf Zerstörung des Bestehenden, sondern Integration von bewährten Abläufen in Vergessenheit geratener substanzieller Techniken. Die sinnvolle Nutzung aller menschlichen, technischen und sozialen Ressourcen, unter Berücksichtigung aller gängigen Mittel bei Produktion und Verarbeitung von Lebensmittel, sozialem Zusammenleben, bei überlegtem Einsatz erneuerbarer Energien – zur vollständigen Unabhängigkeit von Energie, Wasser und weitgehende Selbstversorgung des eigenen Lebensmittelpunktes.

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