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Wenn der Frischling mit dem Spargel tanzt

Schon Heute blicken wir mit Wehmut auf die Spargel-zeit zurück. durch die späte Spargel-zeit können wir aber noch einmal richtig zulangen. Ein Besuch der jetzt verweisten Spargelfelder bringt uns die Erlösung. Unter dem sprießenden Spargelkraut finden sich nun viele grüne Spitzen die in ihrer Unbekümmertheit geradezu auf uns warten. Geschmacklich nicht zu vergleichen mit dem Spargel den wir kennen. Ein unvergleichlich starker Spargelgeschmack fegt über uns dahin, schon beim braten in der Pfanne überzeugt er auf das Vortrefflichste. Ich kann jedem nur empfehlen sich mit einem Messer zu bewaffnen und den Geschmackskanonen auf den Feldern den sprichwörtlichen Kopf abzuschneiden.

Grüner Spargel auf Spätsommerfeld

Grüner Spargel auf Spätsommerfeld

Frischer grüner Spargel muss nicht geschält werden, was an sich schon mal gut ist. Einfach hinten die Letzten zwei  cm abschneiden und den Restspargel in drei Teile schneiden. Den vom Wilderer unseres Vertrauens besorgte Frischlingsrüchen aus dem Knochen lösen und die silberhaltig abziehen. Wir halbieren den Rücken und Braten ihn scharf an, packen ihn in Alufolie und lassen sie ruhen bis wir den Spargel anrichten. In diesem Zustand kann sich der Saft wieder im Fleisch verteilen, der feine zarte Wildgeruch verteilt sich schon jetzt im ganzen Raum,lässt unsere Sinne schon ahnen, welch unvergleichlicher Genuss uns in Kürze erwartet.

Olivenöl, aber reichlich, in eine Pfanne geben, eine geschälte Knoblauchzehe, Schalotten in kleinen Würfeln glasig werden lassen. Gläschen Weißwein trinken um bei Kräften zu bleiben.

In der Zwischenzeit haben wir einer Tomate die Haut abgezogen, entfernen das Gehäuse und schneiden sie in kleine Würfel. In die Pfanne mit den Schalotten geben wir den Spargel, braten in kurz an und geben die Tomatenwürfel hinzu. Alles mit Flor de sel und Pfeffermühle würzen, noch einmal durchschwenken und schön auf einem Teller anrichten.

Den Rücken auspacken und stilvoll auf dem Spargel anrichten mit Flor de sel würzen. Dazu einen kühlen, aber bitte nicht zu kalten Saumur ins Glas rollen lassen.

Nicht reden, HANDELN & HÄNDELN

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Die Frage nach dem Wert biologischer Lebensmittel stellt sich dem Verbraucher beim täglichen Einkauf unentwegt, kann aber auf einfache Weise nicht beantwortet werden. Ich für mich habe die Frage so beantwortet: Bioware, die für mich in Betracht kommt, ist diejenige, welche in unmittelbarer Nähe produziert wird! Meiner Meinung nach hat Bio noch eine andere Bedeutung: Der Weg von der Produktionsstätte zum Verbraucher darf nicht mehr als 30 km betragen, alles andere schadet wieder der Umwelt. Früchte und Gemüse, welche keine Saison haben, gehören nicht auf den Tisch. Bestimmt nicht einfach, aber das behauptet auch niemand. Wie können die großen Discounter in ihren Regalen diese Unmengen von Waren anbieten, die Bio deklariert um die halbe Welt reisen. Welch eine Perversion!
Das Schlimme ist aber, wir kaufen, um unser Gewissen zu beruhigen und machen uns weiter keine Gedanken, haben ja alles getan, schwimmen auf dieser von den Multis gesteuerten Welle mit.

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